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So sehr schätzen wir die Natur, dass wir sie sprichwörtlich als eine „gute Mutter“ bezeichnen. Wir bringen damit zum Ausdruck, dass sie uns großzügig und wie selbstverständlich mit all ihren Qualitäten beschenkt. Wir finden bei ihr Nahrung, Schönheit, Erleben, Erholung und Loslassen. Das sind unsere Grundbedürfnisse und lassen uns das pure SEIN erfahren – eine Ursehnsucht des Menschseins, das uns mit Freude erfüllt.

Was hat das mit dem Rheintal zu tun?

Diese Qualitäten lassen sich im Rheintal finden. In einzigartiger Weise wurde das Mittelrheintal als Romantischer Rhein in Mythen und Volksliedern besungen, gedichtet und gemalt. Im frühen 18. Jahrhundert galt dieses Gebiet am Mittelrhein als Natur- und Kulturschatz – international bewundert und bereist. Mystik und Romantik haben viele Bilder von Turner, Gedichte von Clemens Bretano, Lieder von Liszt, Clara Schumann und auch Wagners Nibelungen hinterlassen.

Lesen Sie hier was die Welt dazu schrieb: http://www.welt.de/print-welt/article475722/Romantische-Rhein-Reise.html

Tierschutz:

Seltene, vom Aussterben bedrohte Tiere der roten Liste. Hier eine Auswahl der bedrohten Tierarten:

  1. Mopsfledermaus
  2. Gelbbauchunke

  3. Schwarzstorch
  4. Wildkatze
  5. Ringelnatter
  6. Kröten, Molche, etc.
  7. Uhu
  8. Schleiereule
  9. Habicht
  10. Mäusebussard, Wespenbussard
  11. Rotmilan
  12. Kolkrabe
  13. Und sogar Adler (Anm. einer Fachfrau: „Es gibt mindestens ein Seeadlerpaar. Sie kommen immer den Rhein hoch und drehen in Rheinbreitbach, sie kreisen faktisch über der Breiten Heide. Es sind Weißkopfadler. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es das Paar ist, das in Leubsdorf brütet: http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Weisskopfsee…. In jedem Fall brütet es im Naturpark Rhein-Westerwald und ist geschützt. Die geschützten Bussarde brüten direkt am (Ort ist geheim).“.

Auch der europäische Gerichtshof stärkt natura-2000 Gebiete:

Folgen für den Tourismus:

 

Je nach Studie geht man von 10-30% Rückgang der Besucherzahlen aus. Wenige Menschen reisen extra wegen Windrädern in ihre Urlaubsregion. Plausibel erscheint aber, dass sich viele Menschen eher für eine Region entscheiden, die nicht von Windkraftanlagen zerstückelt ist. Für alle Nachbargemeinden hat das daher weitreichende Folgen, wenn die VG Unkel oder VG Bad Hönningen Windkraftanlagen aufstellt. Zwei unabhängige oder sogar eher staatlich orientierte Studien haben das hohe Risiko für die Tourismusbranche eindeutig belegt. Trotzdem versucht die Landesregierung die von ihr abhängigen staatlich geförderten Tourismusinstitute auf Windkraft einzunorden. Es sollen Konzepte entwickelt werden, wie man Windkraft vermarkten kann. Ja man kann auch Kohlezechen als Diskos ausbauen, wenn es sein muss. ES MUSS NICHT SEIN!! Schauen Sie hier, wie viele Alternativen es gibt!

  1. Studie: „Gut 22 Prozent der Urlauber würden nicht mehr kommen. Weiteren Windkrafträdern in den Urlaubsgebieten der Mittelgebirge stehen 31 Prozent kritisch bis ablehnend gegenüber. Selbst 15 Prozent der Befürworter von Windenergie sagen, sie würden nicht in einer Region Urlaub machen, in der sich „Windenergieanlagen an Aussichtspunkten oder entlang von Rad und Wanderwegen befinden“. Das ergibt sich aus der Studie „Akzeptanz von Windenergieanlagen in deutschen Mittelgebirgen“ von CenTouris, Centrum für marktorientierte Tourismusforschung der Universität Passau.“ http://www.schwarzwald-tourismus.info/Presse/Aktuelle-Presseinfos/Windkraftstudie
  2. Studie: 15-30% Rückgang der Urlauber, da sich diese Personendurch Windkraftanlagen im Urlaubsgebiet mittel bis schwer belästigt fühlen.
    Studie Windkraft oder Tourismus

Tourismusstrategie 2015:

Natur und Landschaft sind die wesentlichen Eckpfeiler der Tourismusstrategie 2015. Aus Sicht der DEHOGA sind die Planung zur Windkraft in Naturparks und FFH-Gebieten kontraproduktiv zur Entwicklung des Landes. Neben der Zerstörung der Landschaft sorgen Windkrafträder im bergigen Land auch noch für die Zerstörung von Arbeitsplätzen im Tourismus. Die Forderungen stehen im Einklang mit unseren Forderungen zur zentralen Planung des Landes-Entwicklungsplans. Lesen Sie das Positionspapier der Verbände für Tourismus- und Heilbäder Rheinland Pfalz (THV und DEHOGA).

Haben Sie schon mal Postkarten mit Windkraftanlagen verschickt? Wir freuen uns, wenn Sie uns eine senden 🙂 Wir packen die besten Zeichnungen oder Fotos auf unsere Seite.

Fazit: Windkraftindustrie in dieser einzigartigen Natur ist zu kurz gedacht. Die Politiker erkennen nicht, dass sie den Wirt töten, der sie ernährt, den Ast absägen auf dem sie sitzen. Vielleicht aus Unaufgeklärtheit, vielleicht aus finanzieller und ideologischer Verstricktheit. Das ist ein WIND-WAHN – ohne – Sinn.

Wer das noch als „grün und ökologisch“ verkaufen möchte, ist so weit von sich selbst und dem Einklang mit der Natur entfernt, dass er/sie diese Verantwortung in keinem Fall tragen kann und darf! Am Ende der Debatten mit Lokalpolitikern bleibt nur ein Argument pro Windkraft übrig: Leere Kassen zwingen die Gemeinden zu Pachtverträgen mit den Betreibern. Der schnelle und garantierte EURO! Dabei ist auch die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt.

Somit ist der Landesentwicklungsplan von RLP, LEP IV eine beispiellose ökologische Katastrophe für das Land, obwohl man das retten wollte, was man jetzt vernichtet. Noch nie wurde so viel Naturschutz, Wald und Tiere geopfert. Noch nie wurde mit so viel Ignoranz gegen so viele Verbände und Bürger vorgegangen. Was ist mit den lauten Versprechungen von Frau Lemke und auch der EVM als Investor, Windkraft nicht gegen den Willen der Bürger durchzusetzen. Die Ministerpräsidentin Frau Dreyer stoppt ihre grüne Wirtschafts-/Umweltministerin Frau Lemke nicht. Wie viel unwiderrufliche Opfer sollen wir noch dulden? Sehen Sie unter folgendem Link die hohe Anzahl an Naturschutzverbänden, die sich bereits negativ gegen die Pläne der Landesregierung ausgesprochen haben.

Appell/Chance:

Wenn wir es schaffen, für die Politik und Medien als Gemeinschaft erlebbar zu werden, dann haben wir die Chance, dieses dunkle Kapitel deutscher Umweltpolitik zu beenden. Durch die Vernetzung der Gemeinden zu einer Gemeinschaft werden neue Bewusstheit und Chancen für führende Politiker spürbarer. Ähnlich wie in der Hochwasserkatastrophe ist in der Windkraft keine isolierte Lösung auf lokaler Ebene möglich. Es braucht hierfür ein Klimaschutzkonzept und eine Potenzialanalyse, die die Beteiligten an einen Tisch holt. Das Klimaschutzkonzept der Region gibt es. Es wurde wie alles andere was gegen Windkraftanlagen spricht ignoriert. Hier geht es nur um den schnellen Euro!

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